Woodward

Elektronische Steuerungen von Woodward

    Elektronische Steuerungen für Dampfturbinen und Kompressoren

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    505CC-2 Integrierte Turbinenkompressorsteuerung oder motorgetriebene Kompressorsteuerung

    Die integrierte Dampfturbinen-/Druckstoßsicherung-Kompressorsteuerung wird mit ein-/zweistufigen Kompressoren verwendet, die von einer Dampfturbine oder einem Elektromotor angetrieben werden.

    Die Turbinensteuerarchitektur ist nach dem Modell die beliebten Turbinensteuerungen 505 und 505E gestaltet und kann für Dampfturbinen mit einem oder zwei Ventilen konfiguriert werden. Die Druckstoßsicherungsalgorithmen der Steuerung können für ein- oder zweistufige Kompressorlasten konfiguriert werden, mit Motor- oder Turbinenantrieb. Durch die Druckstoßsicherung hat der Nutzer die Wahl zwischen zwei Algorithmen - dem Standard-Druckstoßsicherungs-Algorithmus von Woodward oder einer speziellen "Mindest-Umwandler"-Konfiguration, die sich an variable Molekulargewichte anpasst.

    Mehr Infos in den 505CC-2 Produktmerkmalen 

     

    Anlaufen/Abschalten der Turbine

    • Die 505CC-2 verfügt über drei auswählbare Anlauf-Modi—Manuell, Halbautomatisch und Automatisch. Im vollautomatischen Modus beschleunigt die 505CC-2 automatisch das Dampfregelventil, bis es offen ist, mit einer benutzerdefinierten Geschwindigkeit, bis die 5005CC-2 beim programmierten Wert die Regelung der Turbinendrehzahl übernimmt.

    Drehzahlregelung

    • Der integrierte Drehzahlregler erhält Turbinendrehzahlsignale von einem oder zwei magnetischen Gebern oder Näherungsschaltern. Der Drehzahl-PID vergleicht den Drehzahlwert mit einem Drehzahlsollwert, um die korrekte Positionsanforderung des Turbinenventils bzw. der Turbinenventile zu bestimmen.

    Entnahme-/Einlasssteuerung

    • Die Entnahme-/Einlasssteuerung erhält ein Entnahme-/Einlassdruck- oder -durchflusssignal. Das Signal wird mit einem Sollwert verglichen, um eine zweite Positionsanforderung für die Turbinenventile zu erhalten. Da eine Entnahme-/Einlassturbine über zwei Regelventile verfügt, werden die Positionsanforderungen der Turbinenventile von der Drehzahlregelung und der Entnahme-/Einlasssteuerung durch einen Verhältnis-/Begrenzer-Softwarealgorithmus gegeben, um die korrekte Position des oberen und des unteren Ventils zu bestimmen.

    Leistungsregelung

    • Es stehen zahlreiche Prozesssteuerungsoptionen zur Verfügung. Durch Einsatz des Kaskadenreglers der Einheit kann ein Nutzer die Regelung des Kompressoransaug- oder Auslassdrucks, des Durchflusses oder jeder anderen beliebigen Prozessvariablen konfigurieren. Die Leistungsregelung vergleicht ein zu der geregelten Variablen proportionales Signal mit einem vorgegebenen Sollwert. Je nach gewählter Konfiguration wird entweder der Drehzahlsollwert oder das Lastanforderungssignal verändert, um die gewünschte Regelung zu erreichen.

    Druckstoßsicherung (geschlossener Regelkreis)

    • Ein PID-Regler erhält Druck- und Durchflusssignale (und, je nach Konfiguration, die Temperatur) von den Ansaug- und Auslassleitungen des Prozesskompressors. Diese Werte werden mit dem Druckstoßplan für den speziellen Kompressor verglichen. Wenn die berechnete Regelgrenze überschritten wird, wird das Druckstoßsicherungsventil durch das Ausgangssignal geöffnet, so dass sich der Kompressorfluss verstärkt und Druckstöße vermieden werden. Bei schwerer Störung des Systems wird ein zweiter Geschwindigkeitsregel-PID aktiviert, damit die Ventilanforderung beschleunigt wird.

    Datenübertragung

    • Ein Ethernet-Port an der 505CC-2 stellt eine Schnittstelle zu einem Computer vor Ort oder einer optionalen Schnittstelle mit 381 mm (15”) bereit, auf der das Konfigurations- und Inbetriebnahme-Instrument (CCT) der 505CC-2 läuft. Mit dieser Vorrichtung kann die Steuerung entsprechend den speziellen Anforderungen der aktuellen Anwendung angepasst werden. Nach der Konfiguration kann das CCT zur Einstellung, Überwachung und Regelung der 505CC-2 eingesetzt werden. Zusätzlich stehen zwei RS-232/-422/-485-Datenübertragungsports für den Anschluss an die Steuerung der Kundenanlage und das DCS zur Verfügung.

    Hardware-Handbuch 26451
    Nennstromversorgung 18–32 Vdc
    Leistungsaufnahme unter 65 W

    Magnetischer Geber 100–24 950 Hz
    Näherungsschalter 0,5–24 950 Hz
    Diskrete Eingänge 3 mA @ 24 Vdc, Nennimpedanz 5,2 kΩ
    Analoge Eingänge 4–20 mA
    Stellantriebsausgänge 4–20 mA oder 20–200 mA
    Analoge Ausgänge 4–20 mA
    Diskrete Ausgänge mit externer +12- oder +24-Vdc-Quelle, Ausgangsstrom maximal 200 mA
    Datenübertragungsanschlüsse Ein Ethernet; Modbus YCP, UDP, Zwei RS-232, RS-422 oder RS-485
     

    Steuerung 505CC-2

    Umgebungstemperaturbereich
    Betrieb -20 bis +70 °C
    Lagertemperaturbereich -40 bis +85 °C
    Schwingungsfestigkeit: Lloyds Test Spezifikation Nr. 1, 2002, Schwingungsfestigkeitstest 1 (5–13,2 Hz, ±1 mm; 13,2–100 Hz, ±0,7 g)
    Stoßfestigkeit: US MIL-STD-810C, 516.2-2 (30 g, 11 ms, 1/2 sine)
    Feuchtigkeit 95 % bei +20 bis +55 °C
     

    Optionaler HMI-Touchscreen

    Umgebungstemperaturbereich Betrieb -10 bis +55 °C
    Stoßfestigkeit 10 g Spitzenbeschleunigung (11 ms Dauer)

    Nordamerika:
        UL-gelistet für Klasse I, Abteilung 2, Gruppen A, B, C und D, T3C bei 70 °C Umgebungslufttemperatur. Zum Einsatz in Kanada und den USA. (UL File E156028)

    Einhaltung von europäischen Vorschriften für die CE-Kennzeichnung:
    EMV-Richtlinie: 2004/108/EG
    Niederspannungsrichtlinie: 2006/95/EG
    ATEX-Richtlinie: 94/9/EG (Zone 2, Kat. 3, Gruppe II G, Ex nA IIC T3 X)

    Schifffahrtszulassung
    ABS: ABS-Vorschriften 2006 SVR 4-2-1/7.3, 7.5.1, 7.9.3/174-9-7/Tabelle 9
    DNV: Standard Nr. 2.4, 2006: Temp.- Klasse B, Feucht. Klasse B, Vib. Klasse C und EMV-Klasse A
    LRS: Test Spezifikation Nr. 1, 2002: ENV1, ENV2 und ENV3

    Optionale Einhaltung von Vorschriften HMI

    Nordamerika UL für normale Orte