Woodward

Woodward UG-8PL Regler

    Mit direkter oder umgekehrter pneumatischer Drehzahleinstellung 

    UG-8PL 

    Der UG-8PL von Woodward ist ein kompensierter, isochroner Regler für den Einsatz mit Diesel-, Gas- und Dual-Fuel-Motoren oder Dampf- und Industriegasturbinen, die Pumpen, Kompressoren, Wechselstromgeneratoren, Generatoren, usw. antreiben. Der UG-8PL verfügt über einen integrierten Öltank (Sumpf) und eine Ölpumpe und benötigt zum Betrieb keine externe Ölversorgung. Der Regler verfügt ebenfalls sowohl über ein Kugelgelenk mit Federantrieb als auch über einen Kugelgelenkantrieb mit Blattfeder, um unerwünschte Torsionsvibrationen zu verringern, die auf den Regler übertragen werden könnten.

    Die Drehzahleinstellung des UG-8PL-Reglers erfolgt entweder manuell oder ferngesteuert über ein pneumatisches Signal von einem Standard-Luftdruckregler oder von einem manuell betätigten Luftdruckregler an einem Fernsteuerpult. Normalerweise wird eine von zwei Arten von pneumatischen Drehzahleinstellmechanismen mit dem UG-8PL-Regler verwendet - ein direkter Typ, bei dem die Drehzahleinstellung mit Erhöhung des pneumatischen Drucks (Steuerluft) steigt, oder ein umgekehrter Typ, bei dem die Drehzahlregelung mit abnehmendem Steuerluftdruck ansteigt. 

     

    In den UG-8PL-Regler können zahlreiche Hilfsoptionen integriert werden:

    Zusätzlicher Servomotor 

    Der zusätzliche Servomotor ist ein externer, pneumatisch betriebener hydraulischer Akkumulator, der dann eingesetzt wird, wenn ein Schnellstart gewünscht wird, um die Anlasserluftversorgung zu erhalten bzw. bei einigen Schiffsanwendungen, bei denen zur Verbesserung der Manövrierbarkeit des Schiffs direkt umsteuerbare Maschinen eingesetzt werden. Durch den zusätzlichen Servomotor wird die normale Zeitverzögerung beseitigt, die die Ölpumpe des Reglers benötigt, um ausreichend Druck aufzubauen, um beim Anlassen die Kraftstoffregelung zu öffnen, indem in dem Moment, in dem die Anlasserluft angedreht wird, der Regler mit einer kleinen Menge unter Druck gesetztes Öl versorgt wird. Dadurch kann der Regler die Kraftstoffregelung schnell öffnen und so die Anlasszeit minimiert werden. Genauere Informationen zum zusätzlichen Servomotor finden Sie im Handbuch 36684.

    Lastbegrenzungsregelung 

    Die Lastbegrenzungsregelung ist ein manuell einstellbarer Übertragungsmechanismus, der in den Regler integriert werden kann, für den Einsatz bei Anwendungen, wo es wünschenswert ist, die PS-Leistung (Last) des Primärantriebs bei einer gegebenen Drehzahl auf einen vorher festgelegten Höchstwert zu begrenzen. Die Lastbegrenzungsregelung erreicht dies durch Begrenzung der Winkelrotation der Ausgangswelle des Reglers, wodurch der Kraftstoffzufluss oder Dampfstrom zum Primärantrieb begrenzt wird.

    Magnetischer Drehzahlgeber 

    Es kann ein magnetischer Drehzahlgeber in den Regler integriert werden, um die Reglerdrehzahl anzuzeigen, ohne dass eine zusätzliche Montagevorrichtung am Primärantrieb erforderlich ist. Genauere Informationen zum magnetischen Drehzahlgeber finden Sie im Handbuch 36052.

    Magnetisch betätigte Abschaltvorrichtung 

    Die magnetisch betätige Abschaltvorrichtung kann in den Regler integriert werden, damit der Primärantrieb bei Betriebsstörungen automatisch abgeschaltet werden kann. Die Abschaltvorrichtung kann so eingestellt werden, dass sie die Abschaltung entweder durch Erregung oder Entregung auslöst. Genauere Informationen zur magnetisch betätigten Abschaltvorrichtung finden Sie im Handbuch 03013.

    Druckbetätigte Abschaltvorrichtung 

    Die druckbetätigte (Luft, Öl, Wasser) Abschaltvorrichtung bietet die gleiche Schutzfunktion wie die magnetisch betätigte Abschaltvorrichtung. Die druckbetätigte Abschaltvorrichtung kann so eingestellt werden, dass sie die Abschaltung entweder mit hohem oder niedrigen Signaldruck auslöst. Genauere Informationen zur druckbetätigten Abschaltvorrichtung finden Sie im Handbuch 36651.

    Geringerer Ausgleich 

    Bei einigen Anwendungen, insbesondere bei kleinen Primärantrieben, kann es erforderlich sein, den Ausgleich unter den normalerweise mit einem Standard-Regler erreichbaren Wert abzusenken, so dass der Regler besser an die Kennwerte des Primärantriebs angepasst werden kann. Um dies zu erreichen, wird ein großer Ausgleichskolben mit einem geringfügig kleineren Durchmesser verwendet, der die entsprechende Bewegung des kleinen Ausgleichskolben für eine gegebene Bewegung des großen Ausgleichskolbens proportional verringert.